Das Gerücht hat uns alle ereilt und freudig überrascht. Und das meiste davon scheint wahr zu sein: Per 16.2.08 wird die ehemalige Labyrinth-Location an der Pfingstweidstrasse wieder die erste Adresse sein, wenn es um rauschende Nächte in der Zürcher Gay- und Partyszene geht. Der Rückeroberung des Heimatplaneten Labyrinth steht nichts mehr im Weg. Vor mir sitzen Peter Breitenmoser und Luca Bernardi, die Urgesteine des Labyrinths, sowie die zwei neuen Köpfe Kristian Maag und Reto Frey. Zusammen bilden sie das Viererteam, sowie die neue Trägerschaft, welche dem am Partyhimmel gesunkenen Stern Labyrinth zu neuem Glanz und Höhenflügen verhelfen sollen. Mit Begeisterung reden wir über die Geschichte des wohl renommiertesten Schwulenclubs der Schweiz - über werden und vergehen -über Aufstieg, Fall und Neuerung.
Ein Blick zurück (schafft Klarheit) Zu Beginn der 90er öffnete das Labyrinth an der Gasometerstrasse im Zürcher Kreis 5 erstmals als schummriger, stickiger Tanzbunker seine Tore. Peter Breitenmoser und Luca Bernardi, beide längst gut verankert in der Zürcher-Partyszene, hatten eine Vision: Sie wollten einen Ort der Begegnung und Toleranz schaffen, an dem sich Schwule und Heteros treffen, um gemeinsame Partys zu feiern, ihrer Vorliebe für progressive Musik zu frönen, um sich gemeinsam die Nächte um die Ohren zu schlagen. Ihre Idee hatte unbestritten gesellschaftspolitischen Charakter. Die beiden wollten aber nicht palavern, sondern Party. Während knapp 14 Jahren waren sie massgeblich daran mit beteiligt, der Gaycommunity und ihren Freunden eine solide Plattform für Austausch, Tanz und Feier zu geben. Für sie war es offenbar bereits zu einer Zeit selbstverständlich ein noch so unterschiedliches Publikum zu vereinen, als der Begriff „Gay&Friends“ noch gar nicht geboren war. Der Fall Als sich der Locationwechsel 2006 von der Pfingstweid- an die Hohlstrasse als finanzielles Desaster entpuppte, musste der Club bereits im April `07 Konkurs anmelden. Zusätzliche Umbauarbeiten, fehlendes Publikum, sowie verschärfte Vorschriften seitens Städtischer Behörde, überwarfen hochfliegende Träume eines grösseren, qualitativ hochstehenden, neuen Clubs. Skandalträchtige Drogengeschichten, fehlende Transparenz bzgl. Kommunikation zu Partnern, Behörden und dem Publikum, liessen den Glauben an eine Rettung einer legendären Institution nicht mehr zu. Seilschaften schienen gerissen, persönliche Probleme der Führungscrew überschatteten die Tatsache, dass uns mit der Schliessung des Clubs, ein Stück Zürcher Kultur abhanden kommt. Peter und Luca durchlebten ein Jahr der Ungewissheit. Sollte in nur so kurzer Zeit verloren gehen, was über ein Jahrzehnt mit viel Liebe und Hartnäckigkeit aufgebaut wurde? - Die Location an der Pfingstweidstrasse war längst der neuen Trägerschaft übergeben, das Geld war weg. Es gab kein zurück. Verschiedene Partylabels versuchten den frei gewordenen Platz mit eigenen Partyszu besetzen, was kurzfristig auch gelang. Aber seien wir ehrlich: Einen Club der über Jahre hinweg an Reife gewann, sich in die Herzen der Besucher einnistete, liess sich weder durch Ähnliches, noch durch Selbes in so kurzer Zeit ersetzen. Es klafft eine Lücke - bis heute.
Phönix aus der Asche Als im November `07 Niel, der neue Besitzer der „Pfingstweidstrasse“ Reto Frey überraschend anfragte, ob er die alten Räumlichkeiten übernehmen wolle, war die Idee, das Labyrinth in den bewährten Gemäuern im Kreis 5 wieder auferstehen zu lassen, schnell geboren. Nach einem harten, aber fairen Handel war der Deal trotz sehr beschränkten finanziellen Mitteln zwischen Niel, Peter und Reto gelungen: Der Grossteil der Location gehört nun wieder der Trägerschaft vom Club Labyrinth, auch wenn die Räumlichkeit weiterhin unter dem Namen Lotus betrieben wird. Beide Seiten sind zufrieden. Dank diesem Handel wird der Club sicherlich bis am 31.12.2010 bestehen bleiben - was nachher kommt, ist rein spekulativer Natur. Wie es weitergeht Eine geballte Mischung aus unglücklichen Umständen, Fehlentscheidungen und politischem Zeitgeist, bedeutete schlussendlich einen grossen Verlust für die Gaycommunity, sowie ihre Freunde. Und spätestens im letzten Jahr mussten sich auch weniger „Labyrinth Begeisterte“ eingestehen: Laby, das Original fehlt. Doch manchmal gibt es auch ein Happy End: Peter, Luca, Kris und Reto, so heissen sie nun, die neuen und alten Köpfe, welche voller Lust und Leidenschaft sich daran machen, Altbewährtes mit Innovation zu paaren. Klingende Namen wie Michi K, Peter Lavelle und Martin, sowie spektakuläre Dekos, sollen nicht mehr der Vergangenheit angehören. Selbst DJ massivan (Space, Ibiza) verlässt für einen kurzen Moment seine Spanische Insel, um an der Reload Party vom 16.2.2008 mit von der Partie zu sein. DJ Monoteque und Angel O, sowie DJ Sadock, sorgen für frischen Wind in der angestammten Clubheimat. Der Gast als Mittelpunkt steht noch immer an oberster Stelle. Toleranz und Begegnung ist nicht nur in einem gut gemeinten Leitfaden auf einem Reissbrett zu finden, sondern wird von dem Viererteam ernst genommen und auch privat als Selbstverständlichkeit gelebt. Die Freitagsparty, welche jeweils unter dem Label „The Hottest Party in Town“ in den Räumlichkeiten des Lotus-Club veranstaltet wurde, wird weiterhin von Frank Eisenlohr und Paulo Silva unter den Dächern vom neuen-alten Labyrinth durchgeführt. Neu wird sie aber unter dem Label GT1 betrieben. Mit Ibiza House bis Tribal, sorgen sie neben dem „normalen“ Labybetrieb für ein abgerundetes Wochenende. GT1 öffnet seine Tore erstmals am Freitag, den 8.2.2008. Die Labyrinth Wiedereröffnung findet am 16.2.2008 statt. Wir freuen uns auf ein geballtes Eröffnungs-Wochenende; und sind überzeugt: Es wird bestimmt nicht das letzten dieser Art sein. Interview mit dem alt-neuen Labyteam Zwei der vier Gesichter kennen wir bereits. Vor mir sitzen Peter und Luca, sowie die zwei neuen Labygastgeber Reto und Kris. Gut ein Jahr ist es her, dass das Labyrinth an der Hohlstrasse für die einen mehr, für die anderen weniger überraschend geschlossen wurde. Knapp ein Jahr danach wagen vier Macher den Schritt, die während 14 Jahren erfolgreiche „Institution“ Labyrinth an der Pfingstweidstrasse wieder aufleben zu lassen. Wie geht es euch? – Eine spannende Zeit steht bevor. Kris: Ich bin hoch motiviert und bis jetzt noch recht ruhig. Peter & Luca: Vor gut 10 Jahren haben Luca und ich die Location an der Pfingstweidstrasse entdeckt, den Club gebaut und dann die längste Laby-Ära indiesen Räumlichkeiten zu durchlebt. Für uns ist es eine Rückkehr in unsere Heimat. Reto: Ich gebe zu: Ich stehe derzeit etwas unter Druck. Meinen strengen Alltagsjob zu bewältigen und gleichzeitig das Projekt Labyrinth voranzutreiben, fordert viel Energie, Zeit und Disziplin. Aber es macht enorm viel Spass.
Frage an Peter und Luca: Die Gerüchteküche war sich einig, dass ihr nach der Schliessung des Labyrinths in Feindschaft auseinander gegangen seid. Nun sitzt ihr wieder im gleichen Boot. Was stimmt denn nun? Peter: Luca und ich hatten es während der ganzen Zeit an der Hohlstrasse sehr schwierig - bereits beim Auszug aus der Pfingstweidstrasse war unsere Trennung als langjähriges Paar im Gang. Dadurch gab es auch oft Reibereien, welche unsere Zusammenarbeit zeitweise erschwert haben. Feindschaft hat es jedoch in den ganzen 14 Jahren unter uns nie gegeben -Wir hielten zusammen, haben den ganzen Auflösungs-Prozess des neuen Clubs miteinander durchlebt und arbeiten nun weiterhin gemeinsam in der Lobby Bar. Luca: Nach wie vor ist es so, dass wir privat unsere eigenen Wege gehen, erleben uns aber in der Arbeit als eingespieltes Team. Gibt es Dinge, die ihr nach der Schliessung des Labys an der Hohlstrasse anders machen würdet? Habt ihr dazu gelernt? Peter: Ja, zwei Dinge ganz bestimmt: Durch einen verheerenden Fauxpas meinerseits, wurde das Labyrinth zum ersten Mal im November `06 geschlossen. Aufgrund dieses massiven Einschnitts, machte ich Anfang `07 einen erfolgreichen Drogen-Entzug durch, der bis heute hinhält. Ich habe die feste Absicht, dies auch weiterhin so zu halten. Der Alltag lässt sich mit einem klaren Kopf sehr viel leichter bewältigen. Zum Zweiten möchte ich mich wieder persönlich um meine Gäste kümmern; ich werde künftig voll und ganz für sie da sein. Meine privaten Angelegenheiten haben mich während der Zeit an der Hohlstrasse zu sehr in Beschlag genommen, so dass ich meine Rolle als Gastgeber und Clubbetreiber gar nicht mehr entsprechend wahrnehmen konnte. Gibt es Dinge, die ihr während dieser Zeit als „ehemalige Clubbetreiber“ vermisst habt? Oder war es einfach eine geruhsame Zeit, ganz nach dem Motto: „Endlich weg von diesem Wochenendtrubel“? Peter: Ich habe vor allem mein Publikum aber auch gute Partys vermisst. Doch eine gewisse Distanz zur Szene hat sicher gut getan. Luca: Anfänglich habe ich die Partynächte, sowie das Publikum vermisst - aber ich konnte diese Zeit auch geniessen. Zum ersten Mal nach 14 Jahren, hatte ich keine Verpflichtungen, die ich Wochenende für Wochenende wahrnehmen musste. Diese Phase gab mir Zeit zu reflektieren. Vielleicht mit ein Grund, weshalb ich jetzt bereit bin, wieder ins Nachtleben einzusteigen. Was für Vorteile und/oder Nachteile seht Ihr darin, neu als Viererteam aufzutreten? Bei wem liegen welche Qualitäten und Verantwortlichkeiten? Kris: Als DJ und Koch kenne ich die Bedürfnisse der Gäste. Persönlich bin ich stark belastbar und kann mit hitzigen und stressigen Situationen gut umgehen. Peter: Labyrinth ist vor 15 Jahren in den Köpfen und Herzen von Luca und mir geboren. Zusammen konnten wir Visionen entwickeln und realisieren. Mit der jahrelangen Erfahrung als Clubbetreiber und Partymacher, mit vielen „Ups and Downs“ und dem was ich heute dazu gelernt habe, werde ich weiterhin die Rolle des Partymachers in unserem Team übernehmen. Luca: Da ich nach wie vor zu 100% in der Lobby-Bar arbeite, werde ich die Dekors, Mottos und Themen im Club umsetzen. Gelegentlich werde ich am Wochenende auch als Gastgeber vor Ort sein. Peter: Mit Kris und Reto kommt frischer Wind und zusätzliche Professionalität in die Organisation. Wir ergänzen uns sehr gut! Vier Gastgeber, welche für unsere Gäste da sind, sind besser als zwei. Wir alle haben das selbe Ziel: Wir wollen Zürich wieder die Qualität an Partys bieten, die es als Metropole der Schweiz verdient hat. Wir freuen uns auf hochkarätige Events, die den Ansprüchen der Gay- und Partyszene gerecht werden. Reto: Ich bin stolz darauf, mit den zwei erfolgreichen „alten Hasen“ das Labyrinth zurück zu bringen. Zum anderen freue ich mich, zusammen mit Kris viele neue Ideen einbringen zu können, sowie qualitative Ansprüche hoch zu halten, die in früheren Zeiten etwas ins Abseits geraten sind. Wie habt ihr euch gefunden? Kris: Peter ist ein langjähriger Freund von mir - damit einhergehend, lernte ich auch Luca kennen und schätzen. Reto: Im Laby - Das war vor vielen Jahren an der Baslerstrasse. Nach einem Break haben wir, d.h. Peter und Luca, uns erst vor rund drei Jahren an der Pfingstweidstrasse wieder getroffen. Kris kenne ich erst seit kurzer Zeit und mag seine offene, frische Art, sowie sein knowhow bzgl. Musik und DJs. Was bewegt ausgerechnet euch dazu, diesen mutigen Schritt zu gehen? Glaubt Ihr an die Treue des alten Laby-Publikums? Kris: Natürlich glauben wir nicht nur ans Laby Publikum. Ich wünsche mir, dass viele neue Leute in den Club kommen, ihn für sich entdecken. Es ist uns ein Anliegen, neue, junge Künstler zu fördern, die sowohl uns begeistern, aber auch neues, junges Publikum anziehen werden. Peter: Wir glauben vor allem an die Location und an unser Team, sowie, an unseren Power und unsere Motivation. Ein Teil der Labyraner wird sich bestimmt wieder vereinen und so wie wir, in die alte Heimat zurückkehren. Luca: Wir bauen auf ein starkes Fundament aus Erfahrung, Know How und Altbewährtem. Genauso setzen wir aber auf Innovation. Wir haben das ehrgeizige Ziel, wieder die Position eines Trendsetters innerhalb der Club-Szene einzunehmen. Dazu braucht es Neuerungen. Nicht nur was die Musik anbelangt, sondern auch in dem, was wir als Gastgeber bieten. Reto: Ein grosser Teil des eingefleischten Laby-Publikums wartet bestimmt darauf, wieder an den Ort zurück zu kehren, den sie lieben und vor gut einem Jahr verloren haben. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es Menschen gibt, die gegenüber dem alten Labyrinth kritisch, oder gar negativ eingestellt sind. Wir hoffen aber, dass die neue Teamzusammensetzung mit grossem persönlichem Engagement jedes Einzelnen nach aussen trägt, dass es sich hier um einen Neuanfang handelt; sowohl für uns, als auch für unsere Gäste. Gibt es nicht schon genügend Clubs in Zürich? Kris: Leider ist die Clubszene Zürich trotz sehr vielen Lokalen nicht mehr ganz so attraktiv, wie sie es vor einigen Jahren war. Ich denke, es ist deshalb besonders Wichtig, eine spezifische Plattform, die auf ein bestimmtes Publikum zugeschnitten ist, wieder zu beleben. Peter: Nicht die Quantität ist entscheidend, oder? Reto: Sicherlich gibt es viele Clubs in Zürich. Davon stecken einige in grossen Schwierigkeiten. Das Labyrinth ist jedoch in einem speziellen Segment anzusiedeln und Nischenprodukte haben immer Chancen. Luca: Ich kann mich diesen Aussagen nur anschliessen. Für wen ist denn das Laby bestimmt? Wer soll sich in eurem Club wohl fühlen? Kris: Für alle, die sich mit Lesbisch-gay and-hetero-friendly identifizieren können, Lust auf gute Tanzmusik haben und über 21 Jahre alt sind. Peter: Wir möchten das Labyrinth wieder ganz klar als Gay Club definieren. Les-Bi-Schwules Publikum, welches aber auch hetero-friendly ist, findet bei uns seinen Platz. Ganz nach den beiden Mottos: „Wir sind schwul und das ist auch gut so“, und „Ein wenig bi schadet nie“. Was wird neu, was wird anders? Was bleibt gleich? Kris: Neu bin ich mit dabei. Im operativen, wie auch im administrativen Geschäft. Mal als Gastgeber, dann an der Kasse oder auch als DJ. Peter: Neu ist: Es gibt wieder ein Labyrinth in Zürich! Neu ist auch die Musikausrichtung. Etwas weg vom Trance und Goa, hin zum Electro, Minimal und Tech House. Neu wird auch unsere Handhabe bzgl. Kommunikation: Reto, welcher ebenfalls über einen Gastrobackground verfügt, arbeitet heute seit Jahren erfolgreich im Marketingbereich. Er hat die Aufgabe, eine offene und transparente Kommunikation zu allen Partnern und Parteien in unserem Umfeld zu pflegen. Gleich bleiben die Location, bewährte Motto-Partys und Special Dekors. Es wird wieder rauschende Events à la Laby geben, sowie ein Wiedersehen mit unserem beliebten Personal und DJs. Wie steht ihr zur Drogenproblematik bzw. zur Safer-Clubbing-Thematik? Wie weit fühlt ihr euch verantwortlich? Peter: Der heutige Zeitgeist verlangt einen geschärften Blick auf diese heikle Thematik. Wir werden diesbezüglich eine klare und strikte Politik betreiben. Wer zu zweit auf Toilette geht, wird freundlich aber bestimmt aus dem Club begleitet und hat für diese Nacht keinen Zutritt mehr. Der Club ist bereits Mitglied bei Safer-Clubbing - eine Mitgliedschaft bei Vegas wird angestrebt. Reto: Gerade auf diesen Punkt werde ich als Neuling bei Laby ganz häufig angesprochen. Ich bin mir der Gefahren und Problematik durchaus bewusst. Was wir tun können, ist einer klaren Linie zu folgen. Kris: Es wird weder Konsum noch Handel von Drogen toleriert. Dennoch ist jeder für sein Tun selber verantwortlich. Wir können jedoch auf keinen Fall mitverantworten, dass fahrlässiges Verhalten Einzelner, unsere Gäste oder dann uns als Macher, in unangenehme Situationen bringt. Es steht für uns alle einfach zu viel auf dem Spiel. Das Gerücht, dass das Gebäude an der Pfingstweidstrasse in absehbarer Zeit abgerissen wird, hält sich hartnäckig. Was sagt ihr dazu? Luca: Nach eingereichten Rekursen und Einsprachen im Jahr `06, läuft der ausgehandelte Vertrag nun erst am 31.12.2010 aus. Bis dorthin steht uns das Lokal zu 100% zur Verfügung. Alles was danach kommt, ist rein spekulativer Natur. Die Partyszene hat sich in den letzten Jahren verändert – wie geht ihr damit um, oder inwiefern stellt ihr euch auf diese Veränderung ein? Kris: Als DJ und Musik-Fan werde ich mich bemühen, neue Talente zu fördern. Auch sind zum Beispiel Label-Partys heute wieder ein Thema, eher, als es zu früheren Zeiten war. Peter: Es ist unsere Aufgabe, die Bewegungen und Veränderungen in der Szene wahrzunehmen und uns dementsprechend weiter zu entwickeln. Vier Köpfe haben mehr Kapazität als zwei. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, nahe bei unseren Gästen zu sein. Bedürfnisse werden aufgenommen und wir versuchen diese auch umzusetzen. Luca: Vermehrt wollen wir den Kopf über unsere eigenen Mauern hinausstrecken und beobachten, was sich draussen in der Welt, sowie in den Großstädten bewegt. Wie geht es mit dem Lotusclub einher, dass er jetzt wieder zum Labyrinth wird? Reto: Niel ist auf mich zugekommen, als der Club im November `07 unerwartet wieder zur Disposition stand. Die Idee, das Labyrinth zurück zu bringen, stand schnell. Wir haben miteinander hart verhandelt und am Ende einen für alle Beteiligten guten und fairen Weg gefunden. So sind wir heute wieder im Mehrheitsbesitz des Clubs. Aus politischen und strategischen Gründen bleibt der Location-Name Lotusaber weiterhin bestehen. Stichwort Musik: Werdet ihr am alten Musikkonzept festhalten, oder erwartet uns eine Neuerung? Kris: Neu sind DJs wie z.B. Monoteque, Sadock und Angel O mit dabei. Wir sind gespannt, wie das Publikum auf sie reagieren wird. - Wir setzen zum einen auf den guten, alten Laby-Style - gleichzeitig wollen wir aber neue Akzente setzen. Was gefällt, entscheiden am Schluss jedoch immer unsere Gäste. Worauf sollen wir uns bzgl. der Laby-Wiedereröffnung besonders freuen? Peter: Jeder freut sich wohl auf etwas Anderes. Viele sicherlich auf die Location im Rikag Gebäude. Andere auf das Wiedertreffen der Laby-Familie. Freude kommt sicherlich auch beim Gedanken auf, zu den beliebten Laby-DJs gemeinsam „abzurocken“. Einige freuen sich über die neuen Macher Reto und Kris und hoffentlich auch einige auf Luca und mich - (lächelt verlegen). Luca: Ich freue mich, dass es mit dem Labyrinth weitergeht, dass wir zurück in die Location können, von der wir mit schwerem Herzen weg gegangen sind -der Wegzug war eine Flucht nach vorne, da die Verhältnisse dermassen unklar waren, sprich: Keiner konnte uns sagen, wann das Gebäude abgerissen wird. Diese Frage hat sich ja jetzt zum Glück geklärt. Wie feiert ihr denn die Reload Party vom 16.02.2008? Peter: Natürlich haben wir etwas Lampenfieber und hoffen, dass am Opening wirklich alles klappt. Die Reload Party wird mit einem aufwendigen Spezial-Dekor gefeiert; das Wort verrät eigentlich schon, worum es sich thematisch handeln wird. Mehr möchte ich gar nicht verraten. Wir hoffen natürlich, dass es ein gigantisches Fest zur Wiederentdeckung unseres Heimatplaneten sein wird, ein Wiedersehen mit alten und neuen Gesichtern, aus mehreren Zeitabschnitten des Clubs Labyrinth. Wie ihr auf unserer Homepage einsehen könnt, haben wir ein fulminantes Line Up für euch zusammen gestellt; sogar DJ massivan (Space, Ibiza) wird von Formentera zu uns kommen, um uns die Ehre zu erweisen. Gebt uns ein paar Stichworte, wie ihr das neue-alte Laby beschreiben würdet: Reto: Menschlich, freundlich, tolerant, happy, sexy, sauber, verrucht und innovativ. Peter: Schwul ist cool und ein wenig Bi schadet nie. Heterosexuell ist nicht normal, sondern nur häufig. Kris: Phantasievoll, tolerant, bisexy. Luca: „Back to the roots“ zum einen - zum anderen „Panta Rei“ (alles im Fluss) - es gibt viele neue Leute in der Partyszene, die bei uns herzlich willkommen sind, das Labyrinth künftig mit prägen werden. Herzlichen Dank für das Interview und viel Glück mit der Wiedereröffnung des Labyrinths! Ich selber freu mich mit euch. Interview: Rolf Burkhardt Labyrinth Reload SA 16.02.08 Die grosse Eröffnungsparty Line up: DJ massivan (Space, Ibiza), Michi K, Peter Lavelle, Jesse Jay, Daniel Mystery, Willi P, Antares Weitere Daten und Line ups zu den Labypartys, sowie zu den Freitagspartys von GT1, sind auf der Labyhomepage zu finden: WWW.LABYRINTH.CH  LABYRINTH Programm Februar / März 08 Öffnungszeiten sind immer ab 23:00 Uhr till late. Location: Lotus Club – Pfingstweidstrasse 70 – 8005 Zürich Musik Stil: Progressiv – Electro – Minimal - Tech House 16.02.08 Labyrinth Reload Eröffnung Special Dekor massivan (SPACE / IBIZA) / Peter Lavelle / Michael K / Daniel Mystery / Willi P / Jesse Jay / Antares 23.02.08 Labyrinth Clubbing Night Willi P / Angel O / Sadock 01.03.08 Labyrinth ProSexy Michael K / Jesse Jay 08.03.08 Labyrinth Clubbing Night Heaven / Martin / Daniel Mystery 15.03.08 Labyrinth Clubbing Night Willi P / Fred Extasia (Utopia) / Angel O 20.03.08 Labyrinth Classic Peter Lavelle / Robert Travis 22.03.08 Labyrinth Frühlingserwachen Michael K / Angel O / Willi P 23.03.08 Labyrinth Ostern Mental X / Jesse Jay / Manic 29.03.08 Labyrinth Clubbing Night Daniel Mystery / Michael K / Monoteque |