Großbritannien ist das schwullesbische Reiseziel Nummer eins in Europa. Ein Blick auf die Gay PrideEvents 2005 von London bis Edinburgh. Schon Künstler wie Oscar Wilde und Joe Orton regten die Diskussion um erweiterte Rechte für Homosexuelle in Großbritannien an und lebten ihr Leben selbstbestimmt und nach ihren eigenen Werten.
Vita SackvilleWest und Virginia Woolf erkundeten ihre eigene Identität in ihren Romanen und Essays und das zu einer Zeit, als lesbische Frauen in der Öffentlichkeit noch unsichtbar waren. Inzwischen ist die schwullesbische Community in Großbritannien so vielfältig und unterschiedlich und die Öffentlichkeit so tolerant, dass das Mündigkeitsalter auf 16 Jahre herabgesetzt wurde und in vielen Städten auch Trauungen von homosexuellen Paaren zelebriert werden können. Allen voran ist London noch immer das Reiseziel Nummer eins in Großbritannien. Die zahllosen Sehenswürdigkeiten, die kulinarische Vielfältigkeit und die Weltoffenheit der Stadt ziehen jährlich Millionen von Besuchern an, für die die Stadt jeweils auf anderen Gebieten ihren Reiz hat. Für Lesben und Schwule bieten sich neben den traditionellen Highlights auch ein Shoppingparadies und jeden Tag Unterhaltung bis tief in die Nacht. Den Höhepunkt der schwullesbischen Saison bildet der London Pride. Am 2. Juli 2005 fand dann die große Abschlussparade statt. Als Antwort auf die Wahl zur Miss World wird der schönste Schwule im August beim Wettbewerb Mr Gay UK 2005 auserkoren. Das schwullesbische Jahr findet seinen Ausklang am 1. Dezember, wenn der World Aids Day begangen wird. Ganzjährig können Londonbesucher die Stadtviertel Soho oder Earls Court mit ihren vielen Bars, Restaurants und Geschäften, die gerade die schwullesbische Klientel ansprechen, erleben, sich in den diversen Museen oder Galerien umsehen oder während eines Spaziergangs auf den Spuren berühmter Lesben und Schwulen in London wandeln.
Zum schwullesbischen Mekka hat sich im Norden Englands Manchester entwickelt. Einst hässliche Industriestadt hat sich die Stadt zu einem Verwaltungszentrum mit neuen strahlenden Gebäuden, faszinierenden Museen und einer großen und lebendigen Szene entwickelt. Toleranz wir hier besonders groß beschrieben und schwullesbischer Tourismus auch in die Region wird besonders gefördert.
Das Gay Village hat sich rund um die zentral gelegene Canal Street formiert und nicht nur im Sommer herrscht hier in den vielen Bars, Restaurants, Pubs und Geschäften reges Treiben unter dem Regenbogen. 250.000 Besucher und Besucherinnen wurden zum Manchester Gay Pride vom 19. bis 29. August erwartet, ein buntes Spektakel aus Sport, Film, Konzerten, Paraden and Parties. Unter der ausführlichen Gay Website von Manchester findet sich alles, was einen Aufenthalt in der Stadt und der zauberhaften Umgebung aufregend macht. Es muss nicht immer London sein: HomoEvents gibts auch in Edinburgh und Cardiff Maritimes Flair gepaart mit einer lebendigen Szene finden Besucher in der südenglischen Stadt Brighton. Den Höhepunkt im schwullesbischen Terminkalender bildet am 6. August der Brighton Pride mit Parade und anschließendem Festival im Preston Park. Nach einem ausgiebigen Einkaufsbummel in den zahlreichen Geschäften mit einer Riesenauswahl an Klamotten für jeden Geschmack und einem Drink in einer Gay Bar oder einem Café lädt die kilometerlange Strandparade zu einem Spaziergang oder der Strand zu ein paar erholsamen Stunden ein. Auch wenn Schottland das Land der Mythen und Legenden ist, in der Durchsetzung der Rechte für Lesben und Schwule ist man dort auf der Höhe der Zeit. Besonders Glasgow hat sich in den letzten Jahren zum Zentrum für moderne Kunst entwickelt und viele Leute zieht es in die Stadt am Clyde. Unter diesem weltoffenen Klima konnte sich auch eine lebendige Szene entwickeln. Neben zahlreichen Geschäften, in denen alle Labels zu finden sind, kann Glasgow auch mit einer kulinarischen Vielfalt aufwarten und bietet viele Lokalitäten für seine schwullesbischen Besucher.
Die schottische Hauptstadt Edinburgh ist immer einen Besuch wert, auch wenn die schwullesbische Szene dort nicht so ausgeprägt ist. Zur Kulturhauptstadt wird Edinburgh im August, wenn das Edinburgh International Festival und das Festival Fringe die Stadt und die Straßen in eine Bühne verwandeln.
Auch die walisische Hauptstadt Cardiff lädt alle Lesben und Schwule zum Wales Mardi Gras am im September ein. Es treten namhafte britische Künstler auf, in einem Tanzzelt kann das Tanzbein geschwungen werden und an zahlreichen Ständen kann man sich informieren oder walisische Köstlichkeiten probieren. Nach einem anstrengenden Fest sollten Besucher ein Café oder Restaurant an der Cardiff Bay ansteuern oder dort das imposante neue Wales Millennium Centre besuchen. Im November 2004 eröffnet, ist das Kulturzentrum nicht nur ein Ort, wo die besten internationalen Musicals, Opern, Ballett und Tanzvorführungen zu sehen sind, sondern auch der Sitz von sieben verschiedenen Kulturorganisationen.
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