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Schwusos kritisieren "Bild" wegen Fady-Outing |
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Geschrieben von pm/dk
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Monday, 19. May 2008 |
Der Arbeitskreis Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos) hat die "Bild"-Zeitung für das Outing des DSDS-Kandidaten Fady Maalouf kritisiert. "Seit Wochen titelt die "Bild"-Zeitung, dass der Kandidat des Castingformats ‚Deutschland sucht den Superstar’ schwul und mit einem Mann verheiratet sei", erklärte Schwusos-Chef Ansgar Dittmar. "Die Outing-Kampagne der ‚Bild’-Zeitung macht die alltägliche Intoleranz und latente Homophobie deutlich, mit der jeden Tag lesbische Frauen und schwule Männer leben müssen." Die Entscheidung, sich zu outen, sei persönlicher Natur, argumentiert Dittmar. "Die Privatsphäre jedes Menschen muss geschützt werden. Jemanden diese Entscheidung abzunehmen grenzt an Unfairness und ist nahezu respektlos.
Insbesondere ein Outing, das im Herkunftsland des Betroffenen zu ernsten Konsequenzen führen könnte, sei inakzeptabel. Die "Bild"-Zeitung hatte selbst berichtet, dass Maalouf im Libanon nun große Angst vor Anfeindungen haben müsse. "Gerade wenn mit diesen Folgen zu rechnen ist, muss sensibel damit umgegangen werden. Es lässt sich sicherlich über den öffentlichen Charakters des Coming-Outs streiten, aber indiskutabel ist dieses öffentliche Outing, wenn derartige Folgen im Vorfelde bekannt sind", so Dittmar.
Am Samstag, als die letzte "DSDS"-Folge auf RTL ausgestrahlt wurde, hatte "Bild" in einer Titelgeschichte erstmals ein Bild des Eingetragenen Lebenspartners von Maalouf gezeigt. In der Finalsendung unterlag Maalouf dem zuvor hoch favorisierten Thomas Godoj. (pm/dk)
Bild: RTL |
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Letzte Aktualisierung ( Monday, 19. May 2008 )
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